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Diese Seite hat die Aufgabe, einen Überblick und grundlegende Informationen zu "eBooks" zu liefern, um die verwendeten Technologien erklären zu können.

Contents

[edit] Definitionen

eBook
- ein elektronisches Dokument, das die meisten Charakteristiken traditioneller Bücher beibehält (Typografie).
- eine elektronische Version eines gedruckten Werkes.
eBook Reader
- ein Gerät speziell zur Anzeige und zum Lesen von elektronischen Dokumenten.
- Software, die zum Lesen elektronischer Dokumente entwickelt wurde.

Auch als E-Book und in verschiedenen Schreibweisen der ersten zwei Buchstaben bekannt.

[edit] Überblick

eBook Nutzer und der dazugehörige Kulturkreis sind an Elektronik interessiert, aber auch an textbasierten Medien. Seine Anhänger schätzen Dinge wie zugängliches intellektuelles Gemeinwissen oder simple Dinge wie einhändig in der Badewanne zu lesen. Die Idee, die dahinter steckt, ist: Was passiert wenn jedweder Text elektronisch nutzbar und überall betrachtbar ist?

[edit] Geschichte

Da eBook-Lesegeräte über einen computer verfügen, beginnt ihre Geschichte auch mit der des Computers. Elektronische Texte waren natürlich nicht das, was die frühen Computerentwickler in den 40er Jahren im Sinn hatten. Frühe Computer waren zur Zahlenverarbeitung gedacht. Ein 4 Bit Code wurde entwickelt, BCD (binary coded decimal) genannt, um Zahlen darzustellen. In den 50er Jahren kam die Idee mit den darstellbaren Buchstaben auf, wurden aber nur für Meldungen als wichtig genug erachtet. Die hinzugefügten Buchstaben ließen den BCD Code auf 6 Bit (64 Kombinationen) anwachsen. Großbuchstaben und einige Symbole waren alles, was unterstützt wurde.

In der Zwischenzeit kämpften die Firmen, die sich mit Meldungsdarstellung beschäftigten, auch mit eigenen Kodierungsroblemen. Sie benutzten einen 5 Bit Code mit nur 32 Kombinationen, der aus dem Code von Baudot entwickelt wurde. Es wurden zwei dieser Codes benutzt, um zwischen Zahlen/Symbolen und Buchstaben wechseln zu können. Mit der beginnenden Vernetzung von Computern und Kommunikations-Hardware erwies sich dieser Code aber als zu limitiert.

In den 60er Jahren wurde ein Ausschuss mit der Lösung dieses Problems beauftrag, das ergebnis war der 7 Bit ASCII code, der heute noch benutzt wird. In der Ersteinführung 1963 enthielt die Kodierung noch keine Kleinbuchstaben, dies wurde erst 1967 nachgeholt. Teil der Zielsetzung war, den Buchstaben eine feste Größe zuzordnen, die es Computern erlaubt, alphabetisch zu sortieren.

In den späten 60er Jahren entwickelte Bell Labs ein neues Betriebssystem, das eine brauchbare Textunterstützung lieferte und es ermöglichte, elektronische Dokumente zu erstellen und auszudrucken. Das Ergebnis war Unix, basierend auf dem ASCII Code.

1971 begann das Projekt Gutenberg mit dem Abtippen der "Unabhängigkeitserklärung", gefolgt von der "Bill of Rights" und danach die komplette Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach Fertigstellung folgte die Bibel, Buch für Buch, und schlussendlich die Werke von Shakespeare.

1977 begann die Heimcomputerrevolution mit den drei Größen Radio Shack, Apple, and Commodore. Wieder wurde der Bedarf für elektronischen Text übersehen, Apple hatte im originalen ROM keine Unterstützung für Kleinbuchstaben und Commodore versteckte die Kleinbuchstaben in einem ROM das nur mit undokumentierten Kommandos benutzt werden konnte und nur mit Shift-Taste genutzt werden konnten. Beide, Apple and Commodore, korrigierten diese Fehler später.

Endlich, in den 80ern bekam elektronischer Text die Aufmerksamkeit, die er benötigte, wurde jedoch primär dazu benutzt Papierbücher herzustellen. Ein paar Buchtexte tauchten im [TXT]] Format auf und einige Programme für Bibelstudientauchten auf, diese unterstützten Lesen und Suchen im Text, der auf dem Bildschirm dargestellt wurde. 1989 stellte Franklin eine tragbares Gerät vor, Bookman genannt, das die Bibel beinhaltete und die Geburtsstunde des trabparen eBook-Lesens markiert. 1990 stellte Sony ein Lesegerät vor, Data Discman genannt, das kleine CD's als Datenspeicher nutzte. Das Gerät kam kaum über Japan hinaus und ihm war kein großer Erfolg beschieden.

[edit] PDAs

Mit dem vermehrten Aufkommen tragbarer, computerbasierter Geräte in den 90ern nahm auch die Idee Gestalt an Bücher auf einem Computer zu lesen. Apple prägte den Begriff PDA als Abkürzung für Persönlichen Datenassistenten mit Einführung des Newton 1992. Das Akronym passte, aber das D wandelte sich von daten zu Digital. Frühe tragbare Palmtop Lösungen wurden von Psion und Hewlett Packard entwickelt, sie benutzten Prozessoren vom Typ 8086.

Palm trat die PDA Revolution 1996 mit dem Palm Pilot los. Ein eBook-Lesegerät war ein Zusatz (add-on) für Palmtop und PDA Geräte. Das Format PalmDoc für eBooks tauchte Ende 1996 auf, eBooks folgten 1997. Microsoft startete sein eigenes WinCE Betriebssystem 1996, zunächst fürPalmtop Computer und den PocketPC, der 2000 erschien. Der Franklin eBookMan wurde 1999 vorgestellt. Während er als PDA fungieren konnte, war seine Hauptfunktion das Lesen von eBooks.

[edit] eBook-Lesegeräte

Das Rocket eBook und der Softbook Reader wurden im Jahr 1998 vorgestellt. Beide Produkte wurden von Gemstar LTD. im Jahr 2000 übernommen. Hiebook erschien 2001 von einem koreanischen eBook-Unternehmen. Im jahr 2001 ersetzte Gemstar das schwarz/weiße Rocket eBook mit dem ebenfalls schwarz/weißen REB 1100 und stellte später im Jahr den GEB 1150 mit Graustufen vor, den eBookwise-1150. Der großformatige (9.5") und graustufige Softbook Reader wurde durch die REB 1200 / GEB 2150 in Farbe ersetzt. Das Bookeen Cybook Gen1 Lesegerät hatte auch einen großen Farbbildschirm, mit Windows CE als Betriebssystem.

Das erste Lesegerät, das E Ink Technologie nutzte, der Sony Librie, erschien 2003. Sony ersetzte das Gerät 2006 durch den PRS500 und mit dem PRS505 in 2007. Das Bookeen Cybook Gen3 und der Amazon Kindle wurden ebenso 2007 vorgestellt. All diese Geräte haben einen 6" Bildschirm. De Markt für großformatigerer Geräte wird zur Zeit vom iRex iLiad kontrolliert, der mit seinem 8.1" Graustufen-Display 2006 auf den Markt kam.

[edit] Trends

  • Geburtsstunde des Computers
  • erstes "Internet"
  • Online Enzyklopädien
  • frühe PDA und digitale Bibeln
  • PalmOS
  • eBooks in den späten 90ern
  • Tablet PC - 2003
  • E-Ink Lesegeräte - 2003

[edit] Vorteile

  • Der größte Vorteil sind Komfort und Auswahl. Ein Nutzer kann eine ganzes Bücherregal an eBooks mit sich führen und jenes auswählen, das ihm gerade zusagt oder zwischen Büchern hin und her wechseln.
  • Die Schriftgröße laßt sich variabel einstellen, gut für sehschwache oder müde Augen und auch bei schlechten Lichtverhältnissen.
  • Man kann immer und überall lesen (Portability). Oder jederzeit etwas nachschlagen, wenn man Referenzwerke auf dem Lesegerät hat.
  • Man liest in der Regel eh einhändig.
  • EBooks sind als Download jederzeit verfügbar. Der Gang zum Buchhändler oder eine Bestellung entfällt.

[edit] heutige Probleme

Zu viele eBook Formate (siehe eBook Formate) und jedes mit einer zugehörigen eBook software sowie einem Lesegerät.

E Ink ist der momentane Stand der Technik bei eBook display, hat aber auch Beschränkungen:

  • limitierte Graustufen (keine Farbe und auf den meisten Lesegeräten nur wenige Graustufen)
  • keine eingebaute Beleuchtung. E-Ink mit Hintergrundbeleuchtung ist nicht möglich und andere Techniken gibt es noch nicht.
  • langsame Seitenwechsel, die eine Schwärzung des Display's beinhalten. (was die meisten Nutzer scheinbar nicht stört).
  • zerbrechliches Glas als Display, welches leicht bricht.

Die Nutzung von DRM hat eBook-Lesegeräte auf ein einzelnes Format für DRM-geschützte Bücher limitiert. Sony unterstützt zwei DRM-Formate.

DRM und seine Konsequenzen bereiten vielen Nutzern Kopfschmerzen.

Lesegeräte sind (noch) zu teuer für viele Nutzer.

PDF ist zwar das populärste Format für eDokumente, aber läßt sich auf Lesegeräten schlecht darstellen. Anpassungssoftware für PDF ist in Entwicklung.

Viele Bücher, die der Leser als Kunde wünscht, sind nicht als eBook verfügbar.

[edit] Die nahe Zukunft

  • Polymer Vision veröffentlicht ein flexibles eBook-Display, das sich aufrollen läßt.
  • PVI veröffentlicht einen 9.7" Bildschirm basiernd auf Polymer anstatt Glas, der haltbarer sein soll.
  • es ist wahrscheinlich, daß Polymer Displays die leicht zerbrechlichen aus Glas ablösen werden.
  • Astak Mentor veröffentlicht ein 5" E-Ink Lesegerät.
  • vermehrte Einbindung von Touchscreens.
  • vermehrte Einbindung von Wireless-Nutzungsmöglichkeiten.
  • Farb-Displays werden erwartet.

[edit] Andere Bezeichnungen

Es gibt verschiedene Arten von elektronischem Material neben Büchern, die zum elektronischen Lesen verfügbar sind. In diesem Artikel wird der Ausdruck Buch als allgemeiner Begriff für alles elektronisch lesbare Material benutzt, aber einige Leute denken, daß ein Begrff gefunden werden sollte, der auch Zeitungen, Magazine, Comics oder andere Formen abdeckt. Zusätlich werden die Ausdrücke "Digitale Medien" und "Digitale Veröffentlichungen" gebraucht. Amazon benutzt die Bezeicnung e-documents und unterteilt deren Inhalt in e-docs und e-Books, wobei e-docs kein DRM nutzen, obwohl sie dem Copyright unterliegen mögen. Gutenberg Press benutzt die Bezeichnung e-text um ASCII Textdateien von eBooks zu unterscheiden. Andere verwenden die Bezeichnung e-text allgemeingültig für jedwedes e-document. Natürlich werden auch Bezeichnungen wie e-newspaper und e-magazine benutzt. Die Bindestriche in den Bezeichnungen werden oftmals weggelassen oder die Schreibweise verändert.

Dies hat sich auch auf die Lesegeräte ausgeweitet. Manche benutzen die Bezeichnung ereader oder e-reader und beziehen sich auf Lesegeräte für eBooks, allerdings kann das verwirrend wirken, da es auch ein Lesegerät namens eReader gibt.

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